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Kommentar: Tiefer geht es nicht mehr

Von Eckard Scheiderer

In der unendlichen Komödie um die Aalener Museumskonzeption hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss einen weiteren Akt gegeben. Dazu noch den bislang schlechtesten. Wer bisher glaubte, tiefer könne die Inszenierung nicht mehr sinken, wurde leider eines Besseren belehrt. Denn wer fahrlässig etwa mit dem Fortbestand des Limesinformationszentrums hantiert, wer glaubt, die Galerieräume im Alten Rathaus ließen sich übers Internet bundesweit an Galeristen vermarkten oder wer dann noch angeblich falsche oder zumindest unvollständige Protokolle aus dem Arbeitskreis Museumskonzeption ins Spiel bringt, muss sich fragen lassen, wie ernst es ihm überhaupt noch um ein faires und sachgerechtes Ringen um die besten Lösungen zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger ist. Das Gleiche gilt für diejenigen, die erneut Beratungspunkte absetzen lassen unter anderem mit der Begründung, es zeichneten sich Lösungen ab, aber nicht sagen, welche. Plumper kann man die Verwaltungsriege bewusst nicht mehr auflaufen lassen.

Einen einzigen Lichtblick gab es am Ende aber vielleicht doch noch. Ausgesprochen optimistische Beobachter konnten da nämlich durchaus den zarten Eindruck gewinnen, als ziehe beim einen oder anderen im Rat allmählich doch noch die Götterdämmerung herauf, dass kulturelles und museales Leben auch in Aalen nicht zum Nulltarif zu haben ist. Die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Künftig dann ja auch ohne den Arbeitskreis Museumskonzeption, der quasi sang- und klanglos begraben worden ist. Ein würdigender Nachruf auf ihn, auch das sei an dieser Stelle betont, ist überflüssig. Denn in der unendlichen Komödie war er sicher keine Glanzszene.

(Erschienen: Aalener Nachrichten 09.11.2011 20:45)

 

 





 

 

 

 
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