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Aktuelles

 

  Der Mensch im Mittelpunkt

Die Sommertour führte die SPD in das Samariterstift nach Aalen. Frau Wettenmann vom dortigen Sozialdienst führte die Kreisrätin Marlies Büker und weitere interessierte SPD Frauen durch die Einrichtung. Die einzelnen Pflegebereiche sind nicht nummeriert sondern führen die Bezeichnungen „Ipf", „Rosenstein" oder „Kochertal". Die einladende Atmosphäre und die liebevoll dekorierten Gemeinschaftsbereiche lassen das Heim als Wohnzimmer erleben. Einen bunten Mix an Unterhaltung für die Bewohner bieten die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen. Gedächtnistraining, Waffelbacken, basteln oder ein Nachtcafé ist nur ein kleiner Auszug aus einem durchdachten Angebot. Ein besonderes Highlight des Hauses befindet sich innerhalb des „Wohnzimmerprojektes". Ein spezielles Ruhezimmer mit Wasserbett, Klangerlebnis und Farbspielen bietet allen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, Wellness für die Seele zu erleben. Die SPD Damen waren sich schnell einig, dass dieses Pflegeheim weit mehr für alle Beteiligten ist als ein Ort der reinen Pflege. Der Mensch mit seinen ganz individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt der Arbeit.

Leider ist auch das Samariterstift vom Wegfall der Zivildienstleistenden betroffen. In der Einrichtung selber haben insgesamt 5 Zivis gearbeitet. Bis heute hat sich für dieses Haus kein Freiwilliger aus dem neuen Bundesfreiwilligendienstprogramm gemeldet. Mit hoher Disziplin und vielen Überstunden versuchen alle Akteure diese ungute Situation aufzufangen. „Hier gilt es dringend politisch nachzubessern", fordert die Aalener Ortsvereinsvorsitzende Heidi Schroedter und wird mit der AsF Ostalb gemeinsam einen Antrag an die Bundestagsfraktion stellen.

Sonja Elser

von links nach rechts: Frau Wengenmann, Gerda Böttger, Marlies Büker, Heidi Schroedter, Gudrun Schicketanz

 

Tagespflege auf Augenhöhe

Die SPD Ostalb zu Gast bei P.A.T.E e.V. in Aalen.

Die Tagespflege im Ostalbkreis ist bei P.A.T.E e.V. in den besten Händen. Derzeit betreuen 220 Tagesmütter und 3 Tagesväter rund 320 Kinder. Der Besuch der SPD Delegation fand in den Büroräumen in Aalen statt. Die Angestellten versuchen auf engstem Raum ihre Arbeit zu leisten. Schnell wurde klar, dass hier dringend größere Räume benötigt werden. Die Vermittlung von Tageseltern findet auf qualitativ hochwertigem Niveau statt. Die Sozialpädagoginnen besuchen die Tageseltern, um sich ein Bild von den räumlichen und familiären Gegebenheiten zu machen, damit die abgebenden Eltern möglichst passgenau an eine Tagesmutter vermittelt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Qualifizierung der Tageseltern gelegt. Sie absolvieren 160 Stunden Fort- und Weiterbildung.

Ab dem Jahr 2013 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz und Tagespflege für unter Dreijährige. Das Angebot der Tagespflege wird leider in der Öffentlichkeit zu wenig auf Augenhöhe mit den Kindergärten betrachtet. Viele Tagesmütter beginnen ihren Arbeitstag bereits um 06.30 Uhr und oft findet Betreuung noch nach 19.00 Uhr statt. Die Kinderbetreuung in den Kindergärten ist genauso wichtig wie die Tagespflege, es handelt sich um ergänzende Betreuungsangebote, damit die Eltern ein echtes Wunsch- und Wahlrecht für ihre Kinder wahrnehmen können.

Die Delegation der SPD zeigte sich tief erschüttert, als die Vorstandsfrau Jutta Proks berichtet, dass der Stundensatz aus dem Topf der wirtschaftlichen Jugendförderung, für eine Tagesmutter bei 3,90 € liegt. Ein Stundensatz, von dem es sich kaum leben lässt. Welche Wertigkeit bringen wir Betreuungspersonen entgegen, die sich um das wichtigste Gut unserer Gesellschaft, die Kinder, kümmern. Eine Schande, dass 2011 solche Stundenlöhne als angemessen gelten.

Sonja Elser

Lebenshilfe Aalen – Heimat und Zuhause für Menschen mit Behinderung

Der Geschäftsführer der gGmbH, Herr Enser, begrüßte die Delegation der SPD Ostalb in der Hischbachstraße 60/1. Kaffee und Kuchen im Kreis mit einigen Bewohnern sorgten für eine tolle Atmosphäre mit sehr guten Gesprächen.

Die Lebenshilfe Aalen blickt auf eine historische Entwicklung bis ins Jahr 1965 zurück. In der Nachkriegszeit gab es kaum Angebote für Menschen mit Behinderung, so dass sich engagierte Eltern auf den Weg machten und die Lebenshilfe gegründet haben. Der Wunsch für kleine dezentrale Einrichtungen prägt bis heute die Weiterentwicklung der Angebotspalette. Die Bedürfnisse der Menschen bestimmen das Handeln der Lebenshilfe. Mittlerweile sind 9 Standorte mit ca. 200 MitarbeiterInnen für 250- 300 Menschen mit Behinderungen entstanden. Betreut werden alle Altersklassen.

Nach der Gründung der gemeinnützigen GmbH 2008 wurden innovative Projekte angestoßen. Das Projekt Familie ist in Süddeutschland einmalig. Hier werden in verschiedenen Häusern geistig behinderte Mütter mit ihren leiblichen Kindern unterstützt. SPD Kreistagsfraktionsvorsitzender, Josef Mischko betonte die herausragende Vorbildfunktion dieser Einrichtung. Besonders freute es ihn, dass der Kreistag finanzielle Mittel zur Anerkennung der Werkstatt bewilligt hat, um dort die entstehenden Arbeitsplätze für den ersten Arbeitsmarkt zu sichern. Menschen mit Behinderungen wollen selbst bestimmt ihr Leben gestalten und mit Anleitung eigenständig den Tag ausfüllen. Josef Mischko und Kreisrat August Freudenreich, Mitglied im Sozialausschuss, nahmen die Wünsche von Herrn Enser gerne als Arbeitsauftrag für die SPD im Ostalbkreis mit.

Sonja Elser

 





 

 

 
 

 

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