SPD-Ortsverein Aalen
hielt im MTV-Heim Mitgliederversammlung
Die „Kommunalpolitik
in Aalen", wie Albrecht Schmids Rede bei der
Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Aalen überschrieben
war, regte zur Diskussion an.
Aalen. Die Stadt sei
„gut aufgestellt", die Situation „ordentlich", betonte der
Stadtrat. Sorgen bereiten, dass die Ausgaben immer mehr werden,
im Gegenzug aber die Einnahmen nicht entsprechend steigen. „Alle
Daten sprechen für Aalen", bemerkte Schmid. Aalen habe mit
seinen 100-prozentigen Töchtern, der Wohnungsbau und den
Stadtwerken, „sein Tafelsilber nicht verkauft", als
Wirtschafts-Standort sei die Stadt sehr attraktiv. Einige Firmen
möchten erweitern und selten sei die Bautätigkeit so rege
gewesen wie zurzeit, zählte er auf.
Er mahnte in Schuldenzeiten ein „eindimensionales Denken" an:
Sparen und dabei einen Substanzverlust in Kauf nehmen, sprich
die Zukunftsaufgaben zu vergessen. „Das kann uns teuer zu stehen
kommen", sagte er. Ein Handeln in Balance zwischen Sparen, dem
effektiven Verbrauch von Finanzmitteln und Investitionen sei der
richtige Weg. Zwar sei die Situation ordentlich, Problem seien
die steigenden Ausgaben, im Hinblick auf fehlende
Mehr-Einnahmen. „Im Bezug auf Schule, Betreuung und Bildung die
Anhebung der Realsteuern zu verantworten, würde er Bürger
mitmachen", zeigte sich Schmid überzeugt.
„Aalen hat ein Einnahmen-Problem", gab Ute Hommel Schmid Recht.
Die Mehrheit im Stadtrat habe sich geweigert die Gewerbesteuer
und die Grundsteuer zu erhöhen. „Wir sind bei weitem die
preiswerteste Stadt", wusste sie. Ihr liege ebenso die
Museenlandschaft am Herzen. „Wir müssen uns fragen, was ist uns
unsere Geschichte wert", sagte sie.
„Wir müssen dem wichtigen kulturellen Zweig einen Stellenwert
geben", bestätigte Dr. Alfred Geisel. Sorge bereite ihm ein
gewisses „Imageproblem der Stadt". Nach außen würde der Stadtrat
oftmals als „zerstrittener Haufen" wahrgenommen.
Zunächst blickte die Vorsitzende Heidi Schroedter auf die
vergangenen acht Monate ihres Amtes. Dem Kassierer Horst
Möginger wurde von Ute Hommel, in Vertretung für die Revisoren
Eva Frank und Jörg Hommel eine ordentliche Kassenführung
bestätigt. Neuwahlen standen an: Heidi Schroedter wurde
wiedergewählt, Frauke Krauß als ihre Stellvertreterin. Sie wird
nach dem Weggang von Frederick Brütting im Stadtrat nachrücken.
Zum neuen Kassierer wurde Horst Schubert gewählt, Beisitzer sind
Pascal Cromm, Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Sabahat Genc, Ulrich
Klauck, Bernd Kohlhammer, Josef Mischko, Horst Möginger, Jürgen
Nürnberg, Ulrich Sauerborn, Claudia Seiler und Christian
Schubert. Revisoren sind Ute Hommel und Eva Frank. sf
© Schwäbische
Post 28.10.2011