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Aalener Nachrichten 29.10.2011

„Aalen hat ein Einnahmen-Problem"

SPD-Ortsverein Aalen hielt im MTV-Heim Mitgliederversammlung

Die „Kommunalpolitik in Aalen", wie Albrecht Schmids Rede bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Aalen überschrieben war, regte zur Diskussion an.

Aalen. Die Stadt sei „gut aufgestellt", die Situation „ordentlich", betonte der Stadtrat. Sorgen bereiten, dass die Ausgaben immer mehr werden, im Gegenzug aber die Einnahmen nicht entsprechend steigen. „Alle Daten sprechen für Aalen", bemerkte Schmid. Aalen habe mit seinen 100-prozentigen Töchtern, der Wohnungsbau und den Stadtwerken, „sein Tafelsilber nicht verkauft", als Wirtschafts-Standort sei die Stadt sehr attraktiv. Einige Firmen möchten erweitern und selten sei die Bautätigkeit so rege gewesen wie zurzeit, zählte er auf.
Er mahnte in Schuldenzeiten ein „eindimensionales Denken" an: Sparen und dabei einen Substanzverlust in Kauf nehmen, sprich die Zukunftsaufgaben zu vergessen. „Das kann uns teuer zu stehen kommen", sagte er. Ein Handeln in Balance zwischen Sparen, dem effektiven Verbrauch von Finanzmitteln und Investitionen sei der richtige Weg. Zwar sei die Situation ordentlich, Problem seien die steigenden Ausgaben, im Hinblick auf fehlende Mehr-Einnahmen. „Im Bezug auf Schule, Betreuung und Bildung die Anhebung der Realsteuern zu verantworten, würde er Bürger mitmachen", zeigte sich Schmid überzeugt.
„Aalen hat ein Einnahmen-Problem", gab Ute Hommel Schmid Recht. Die Mehrheit im Stadtrat habe sich geweigert die Gewerbesteuer und die Grundsteuer zu erhöhen. „Wir sind bei weitem die preiswerteste Stadt", wusste sie. Ihr liege ebenso die Museenlandschaft am Herzen. „Wir müssen uns fragen, was ist uns unsere Geschichte wert", sagte sie.
„Wir müssen dem wichtigen kulturellen Zweig einen Stellenwert geben", bestätigte Dr. Alfred Geisel. Sorge bereite ihm ein gewisses „Imageproblem der Stadt". Nach außen würde der Stadtrat oftmals als „zerstrittener Haufen" wahrgenommen.
Zunächst blickte die Vorsitzende Heidi Schroedter auf die vergangenen acht Monate ihres Amtes. Dem Kassierer Horst Möginger wurde von Ute Hommel, in Vertretung für die Revisoren Eva Frank und Jörg Hommel eine ordentliche Kassenführung bestätigt. Neuwahlen standen an: Heidi Schroedter wurde wiedergewählt, Frauke Krauß als ihre Stellvertreterin. Sie wird nach dem Weggang von Frederick Brütting im Stadtrat nachrücken. Zum neuen Kassierer wurde Horst Schubert gewählt, Beisitzer sind Pascal Cromm, Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Sabahat Genc, Ulrich Klauck, Bernd Kohlhammer, Josef Mischko, Horst Möginger, Jürgen Nürnberg, Ulrich Sauerborn, Claudia Seiler und Christian Schubert. Revisoren sind Ute Hommel und Eva Frank. sf

© Schwäbische Post 28.10.2011

 

 

 





 

 

 
 
   
 
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