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SPD Aalen

Bildung und Integration als Herausforderungen der Zukunft

Kreistagsfraktion


Bürgermeister Dr. Bläse diskutiert mit der SPD

Bildung und Integration als Herausforderungen der Zukunft – die Ostalb-SPD zu Gast in der Spitalmühle Schwäbisch Gmünd

Nach Besichtigungen in Aalen, Ellwangen und Bopfingen führte die Sommertour der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisverbands ein weiteres Mal nach Schwäbisch Gmünd.

Standen beim ersten Besuch im Kindergarten „Kinderinsel Rehnenhof" und an der Skater-Anlage im Laichle noch die jungen und jüngsten Bürger im Fokus, informierten sich die SPD-Politiker dieses Mal über die Möglichkeiten für Senioren im Zentrum Schwäbisch Gmünds. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Joachim Bläse besuchten sie die Spitalmühle. Mit von der Partie war auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Christian Lange, der die Genossen ausführlich über die aktuellen Geschehnisse in Berlin informierte.

Gertrud Kolbe-Lipp, seit 15 Jahren Leiterin der Spitalmühle, erläuterte den Besuchern die Geschichte ihrer Einrichtung. So erfuhren die Genossen, dass die Spitalmühle auf zwei Schwerpunkten aufbaut: einerseits dem Betrieb eines öffentlichen Cafés im Erdgeschoss, zum anderen einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, das die Spitalmühle drei Mal im Jahr unter dem Motto „Begegnung, Bildung, Bewegung" herausgibt.

Träger der Einrichtung ist die „Hospitalstiftung zum Heiligen Geist". Darüber hinaus, so Kolbe-Lipp weiter, biete die Spitalmühle verschiedene zusätzliche Dienstleistungen an, wie zum Beispiel die Pflegebegleitung für pflegende Angehörige, das Büro „Blickkontakt" oder die Wohnberatung für Senioren und körperlich Beeinträchtigte. Hier sieht die Sozialpädagogin auch Handlungsbedarf: „Wohnberatung sollte im Kreis noch flächendeckender angeboten werden".

Teilweise bekämen die Gmünder Wohnberater Anfragen bis aus Ellwangen und vom Härtsfeld. Darüber hinaus forderte sie die Politiker auf, sich über Lösungsmöglichkeiten Gedanken zu machen, wie ältere Alleinstehende im Kreis besser unterstützt werden könnten. Diese hätten häufig Probleme, verfügten aber über keine Angehörigen mehr, die ihnen helfen könnten. „Ein zentraler Ansprechpartner wäre wichtig", stellte Kolbe-Lipp fest.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse referierte über Schwäbisch Gmünd als „soziale Stadt". Er äußerte sich positiv über die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Stadtgebiet: „Wir verzeichnen einen guten Zulauf auf dem ersten Arbeitsmarkt". Um die verhältnismäßig gute Situation zu erhalten, lege die Stadt ihren Fokus daher auf Ausbildung und berufliche Weiterbildung. Bei letzterer verwies Bläse auf das Gmünder „Aktionsbündnis berufliche Weiterbildung". Diese dürfe allerdings auch an Menschen, die fünfzig Jahre oder älter sind, nicht vorbei gehen, warnte der Bürgermeister. In der Ausbildung müsse vor allem im Bereich der Sprache und im Bereich der Elternarbeit etwas getan werden. Für Personen mit Migrationshintergrund sei die deutsche Sprache noch allzu oft die größte Hemmschwelle. Bläse kritisierte in diesem Zusammenhang auch die häufig praktizierte projektbezogene Förderung: „Hier jagt derzeit ein Projekt das nächste". Dies führe nur zu Verunsicherung bei allen Beteiligten.

Ein nachhaltiges Fördersystem sei hier vonnöten, forderte er. Bildungspolitik dürfe zudem nicht davon abhängen, wie viel Geld eine Kommune habe. Ausdrücklich sprach sich Bläse auch gegen Mehrgenerationenwohnhäuser aus. Diese machten keinen Sinn. Die Stadt werde das Thema Demografie dennoch aktiv angehen – weg vom reinen Pflegen und Betreuen, hin zu einer Förderung der immer länger werdenden aktiven Phase von Senioren. Als Beispiel nannte er die „gut funktionierende" Seniorenhochschule in Schwäbisch Gmünd. Aber auch die Jugendarbeit stehe heute vor neuen Voraussetzungen. Diese müsse nun dort stattfinden, wo die Jugendlichen sich aufhielten. Entsprechend mobil sollte sie aufgestellt sein. „Bildung und Integration werden unsere Herausforderungen sein", zog Bläse Resümee. Ansonsten sei Gmünd aber „eine sehr lebenswerte Stadt".

In der abschließenden Diskussionsrunde forderte die Gmünder SPD-Stadträtin Daniela Maschka-Dengler mehr Unterstützung für die ganzen Ehrenamtlichen, die sich im sozialen Bereich engagierten. Sie schlug dazu Fallbesprechungsgruppen oder eine Supervision vor. „Es muss eine Anerkennungskultur geschaffen werden", bekräftigte sie. Jochen Pahlke wollte wissen, wie die Stadt mit dem kommunalen Ordnungsdienst weiter verfahren wolle. Bürgermeister Dr. Bläse gab hierzu an, dass eine Verlängerung der Testphase bis 31. Oktober 2009 geplant sei. Danach sehe man weiter.

SPD-Kreisvorsitzender Josef Mischko freute sich über die Erfahrungen der diesjährigen Sommertour: „Wir haben nun ein gewisses Benchmark zu den sozialen Einrichtungen im Kreis". Die mitgeteilten Anforderungen an Kreistag, Landtag und Bundestag werde die Partei aufgreifen und weiterleiten. Die Kreis-SPD profitiere sehr stark von all diesen Veranstaltungen. Etwa 160 Teilnehmer hätten die acht Sommertour-Stationen in diesem Jahr besucht.

 

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