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Ein großes Problem, das vorwiegend Frauen betrifft, besprachen wir am 03. 05. 2013 mit Lillo Chianta, stellvertr. Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, im Naturfreundehaus Oberkochen.
Unser Arbeitstitel "Niedriglöhne-Minirente-Altersarmut" treffe genau die bittere Kaskade, unter der schon jetzt viele Frauen leiden, attestierte er uns. In Zukunft werde sich die Situation auch für Männer verschärfen, weil der Niedriglohnsektor immens ausgeweitet wurde. Lillo Chianta, der auch Regionalsekretät des DGB Heidenheim ist, erklärte, dass die Positionen von Gewerkschaft und SPD eng beieinander liegen: Ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Altersarmut sei die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in einer Höhe von ca. 8,50 - 9,20 €. Nur der eröffne die Chance für einen Arbeitnehmer, auch im Alter halbwegs menschenwürdig und eigenständig leben zu können.
Im Verlauf des Gesprächs wurde auch thematisiert, dass es sich hier nicht nur um die missliche Lage einer wachsenden Arbeitnehmerschaft geht. Alle Steuerzahler unterstützen die "Aufstocker", die trotz 8-Stundentag nicht das Existenzminimum bekommen, und subventionieren damit Betriebe, die Dumpinglöhne zahlen. Und die kommenden Generationen werden die Grundsicherung im Alter finanzieren müssen, weil der dann erworbene Rentenanspruch natürlich auch zu niedrig ist.
In einem eingehenden und tiefgründigen Vortrag zur 80. Wiederkehr von Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 ging der Landesvorsitzende der überparteilichen Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und frühere Landtagsvizepräsident Dr. Alfred Geisel auf die Ursachen und Folgen dieses für die jüngere Geschichte so verhängnisvollen Tages ein.